«Es ist unhaltbar, dass Busfahrer:innen täglich Verantwortung für den sicheren Transport tausender Menschen tragen, aber an vielen Endstationen nicht einmal Zugang zu einer Toilette haben. Wer Gesundheitsschutz ernst nimmt, sorgt für eine angemessene Infrastruktur», sagt Barbara Keller, Vizepräsidentin des SEV. Der Beruf ist physisch und psychisch stark belastend. Erhebungen des SEV und der Unisanté Lausanne zeigen, dass lange Dienstschichten, fehlende Erholungsmöglichkeiten und die hohe Belastung zu überdurchschnittlichen Gesundheitsrisiken führen. Internationale Studien bestätigen, dass unzureichende Arbeitsbedingungen zu Muskel-Skelett-Erkrankungen, Stress und Herz-Kreislauf-Problemen beitragen.
«Ein guter öffentlicher Verkehr beginnt bei den Menschen, die ihn täglich ermöglichen. Die Gemeinden, die Kantone und der Bund müssen alles daransetzen, um würdige und gesundheitsschonende Arbeitsbedingungen im öffentlichen Verkehr zu gewährleisten. Der Gesundheitsschutz des Personals ist eine unverzichtbare Voraussetzung für einen funktionierenden öffentlichen Verkehr», betont Pablo Guarino, Vizepräsident des SEV.
Klare Forderungen der Busfahrer:innen
Die Busfahrer:innen fordern in der Resolution:
- An Endstationen und wichtigen Knotenpunkten angemessene Infrastruktur wie Toiletten und geeignete Pausenräume.
- Eine konsequente Priorisierung des öffentlichen Verkehrs im Strassenraum, etwa durch Busspuren und angepasste Lichtsignalanlagen.
- Separate Verkehrsflächen für den Langsamverkehr, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen.
Gemeinden, Kantone und der Bund sind als Besteller, Eigentümer und Vollzugsbehörden in der Pflicht, für würdige und gesundheitsschonende Arbeitsbedingungen zu sorgen und ihre bestehenden Handlungsspielräume konsequent zu nutzen.