Obwohl die Swiss seit Jahren mit enormen Gewinnen an der Spitze der Airlines steht und sich zur Cash-Cow des Mutterkonzerns Lufthansa gemausert hat, sieht es bei den laufenden GAV-Verhandlungen für das Bodenpersonal schwierig aus: «Die Verhandlungskultur ist noch intakt, aber die Zwischenergebnisse anerkennen erst ungenügend die enormen Leistungen des Bodenpersonals, die wesentlich zur Erfolgsstory der Swiss beigetragen haben und auch in Zukunft für den Erfolg der Airline entscheidend sein werden», fasst SEV-GATA Präsident Philipp Hadorn den aktuellen Verhandlungsstand zusammen.
Die Petition entstand aus dem «Soundingboard» von SEV-GATA-Delegierten der Belegschaft und wurde in weniger als einem Monat von einem Drittel der betroffenen Mitarbeitenden unterschrieben. Unter dem Titel «Basta – jetzt sind wir dran!» spricht sie Klartext:
«Stimmt, das Airline-Geschäft lebt in unsicheren Zeiten. In allen bisherigen Krisen haben wir der Unternehmung unter die Armen gegriffen und selbst Anpassungen des GAV als Krisenopfer in Kauf genommen. Die Swiss hat in den vergangenen Jahren hunderte Millionen erwirtschaftet
Die Bedingungen für die Mitarbeitenden haben sich in den vergangenen Jahren aber kaum verbessert, doch die Kosten für Wohnen, Krankenkassen u.a.m. sind drastisch angestiegen.
Im GAV 2027 für das Bodenpersonal braucht es endlich deutliche Verbesserungen. Der Zwischenbericht aus der 2. Verhandlungsrunde gibt Anlass zur Sorge.
Als Mitarbeiter:in der Swiss bestätige ich mit meiner Unterschrift: Wir haben nun lange gewartet. «Basta» (genug) vom Hinhalten und Abwarten. Spürbare Verbesserungen im Swiss GAV 2027 braucht es jetzt.»
«Es entspricht einer reifen Sozialpartnerschaft, wenn auf die Anliegen der Mitarbeitenden eingegangen wird, und ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung, wenn ein Mandat zur Vergrösserung des Verhandlungsspielraumes erweitert wird», hält Hadorn fest. Die nächste Verhandlungsrunde steht kurz bevor.
Zum GAV für das Swiss-Bodenpersonal
Der aktuelle GAV 2018 kann erstmals bis am 30. Juni 2026 auf Ende Jahr gekündigt werden. Während der Corona-Zeit erbrachten die Mitarbeitenden durch GAV-Anpassungen Opfer für die bedrängte Unternehmung. Bereits bei früheren Krisen hatten sich die Mitarbeitenden, vertreten durch ihre Gewerkschaft SEV-GATA, konziliant gezeigt, um die Weiterentwicklung der Unternehmung und die Zukunft der Arbeitsplätze zu sichern. Mit einer Weiterentwicklung des GAV sollen der soziale Frieden und faire Arbeitsbedingungen für die kommenden Jahre gesichert werden. Infos zum Stand der Verhandlungen auf www.sev-gata.ch, insbesondere auch in den öffentlichen Membermails.
Weitere Informationen erteilt:
Philipp Hadorn,
Gewerkschaftssekretär und Präsident SEV-GATA