«Für die staatliche Unterstützung des EWLV sprechen viele Argumente: niederschwelliger Zugang zum Schienengüterverkehr auch für eine kleinere Kundschaft, Klima- und Umwelt-schutz, sechsmal tieferer Energieverbrauch pro Tonnenkilometer auf der Schiene gegen-über dem Lastwagen, geringerer Flächenbedarf, Entlastung des Strassennetzes, kleineres Unfallrisiko, Beitrag zur Redundanz und Resilienz der Logistikketten und damit zur Versor-gungssicherheit», hält SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn fest. Deshalb begrüsst der SEV den Entscheid des Bundesrates. Ebenfalls begrüssenswert ist die Förderung der DAK. «Die DAK ist wichtig, um den Schienengüterverkehr zu modernisieren und effizienter zu machen.»
Eine längere Übergangszeit wäre besser
«Was uns am bundesrätlichen Entscheid vom 10. Januar erstaunt, ist, dass der EWLV nur während einer Übergangszeit von acht Jahren finanziert wird – mit nur 260 Mio. Franken in den ersten vier Jahren, statt den ursprünglich vorgeschlagenen 300 Mio.,» sagt Philipp Hadorn. «Der SEV fordert eine unbefristete Finanzierung, damit eine markante Verlage-rung des Binnengüterverkehrs auf die Schiene und die langfristige Sicherung des EWLV auch tatsächlich gelingt.» Die 2350 Vollzeitstellen bei SBB Cargo müssen erhalten blei-ben. Ausserdem sollen die Mitarbeitenden auf neue Technologien geschult werden, damit der Sicherheits- und Qualitätsstandard im Schienengüterverkehr hochgehalten werden kann. Würde die Förderung des Bundes wegfallen, droht neben einem massiven Stellen-abbau eine Rückverlagerung des Güterverkehrs auf die Strasse und somit ein Rückschritt bei den Klimaschutzzielen der Schweiz.