Für den SEV zeigt die Untersuchung der SUST deutlich, worin die Mängel bestanden: Im Unterhalt hatte das Personal nur acht Minuten Zeit, um die Türen zu kontrollieren. Dies sei eindeutig ungenügend, kritisiert Jürg Hurni, Gewerkschaftssekretär des SEV. «Darüber hinaus hat der SEV unmittelbar nach dem Unfall eine Änderung des Zugabfertigungsprozesses gefordert, und die SUST bestätigt, dass dies notwendig ist». Das Zugpersonal kannte die störungsanfälligen Türen, die von innerhalb des Zuges nicht überblickbar waren. Dies wurde dem Chef Kundenbegleitung zum Verhängnis.
«Die Probleme waren seit Längerem bekannt und die SBB hätte vor der Tragödie reagieren sollen», so Barbara Spalinger, Vizepräsidentin SEV abschliessend.