«Bei den Lokführerlöhnen der Crossrail war das BAV ziemlich kreativ, was die Branchenüblichkeit angeht. Der SEV möchte daher gerne wissen, wie es nun bei den Domo-Fernbussen aussieht», sagt SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger. Im Moment sei in Abklärung, auf welchem Weg dies geschehen soll. Der SEV werde, wenn nötig, rechtliche Schritte prüfen. Zuerst werde er aber die Domo Swiss Express kontaktieren. «Denn selbstverständlich wollen wir mit dem Unternehmen einen Gesamtarbeitsvertrag aushandeln», sagt Barbara Spalinger.
Drohender Bumerang für die öV-Besteller
Der SEV ist nach wie vor der Meinung, dass die Zulassung nationaler Fernbusse im Widerspruch zur bisherigen Förderung des Fernverkehrs auf der Schiene mit vielen Milliarden Franken an öffentlichen Geldern steht. «Fernbuslinien ausschliesslich auf rentablen Strecken entziehen der SBB Gewinne, mit denen sie bisher die weniger rentablen Strecken quersubventionieren konnte», erklärt Barbara Spalinger. «Somit wird die öffentliche Hand diese peripheren Strecken künftig stärker subventionieren müssen, um dort einen Leistungsabbau zu verhindern.»
Auch was die Konkurrenzierung des öffentlich subventionierten regionalen Personenverkehrs betrifft, hat der SEV grosse Bedenken. «Ob diese Konkurrenzierung rechtlich relevant ist oder nicht, muss nun die Praxis zeigen», sagt Barbara Spalinger.
Für weitere Auskünfte:
Barbara Spalinger, Vizepräsidentin SEV: 079 642 82 64