«Was heute über die Praktiken von Domo Reisen publik wurde, geht weit über das hinaus, was man sich vorstellen konnte», empört sich SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger. «Erschöpfte Chauffeure mussten Passagieren das Steuer überlassen! Die Vorschriften zu den Arbeits- und Ruhezeiten der Fahrer/innen werden nicht eingehalten.»
Für SEV-Präsident Giorgio Tuti zeigen die Enthüllungen auf, dass die Billigtarife von Busunternehmen wie Domo Reisen völlig von der Realität abgehoben sind: «Diese Tarife haben einen Preis, den die Fahrer und Fahrerinnen bezahlen müssen, nämlich mit miserablen Löhnen und katastrophale Arbeitsbedingungen. Aber auch die Reisenden bezahlen dafür die Zeche, indem ihre Sicherheit nicht immer gewährleistet ist. Dies zeigt deutlich, wohin der Wettbewerb mit immer tieferen Preisen führt.» Deshalb fordert der SEV das BAV auf, das Konzessionsgesuch von Domo Reisen für Fernbuslinien in der Schweiz sofort abzuweisen. «Jeder andere Entscheid wäre unverantwortlich», stellt Giorgio Tuti klar.
Der SEV hat schon immer vor der Konkurrenzierung von Bahnverbindungen in der Schweiz durch Fernbusse gewarnt. «Das einzigartige Bahnangebot der Schweiz ist der tragende Pfeiler ihrer Verkehrspolitik», ruft Giorgio Tuti in Erinnerung. Zudem will Domo Reisen nur auf den rentabelsten Strecken alternative Verbindungen zur Bahn anbieten.
Weitere Auskünfte:
Giorgio Tuti, Präsident SEV: 079 221 45 64
Barbara Spalinger, Vizepräsidentin SEV: 079 642 82 64