Am 26. und 27. Juni trafen sich in Luxemburg-Stadt Gewerkschaftsvertreterinnen aus der Schweiz, Deutschland, Luxemburg und Österreich zum Vier-Länder-Treffen. Vom SEV nahmen Janine Truttmann, Jo-Anne Witschi und Sibylle Lustenberger teil. Kernthema war Gewalt gegen das ÖV-Personal – insb. gegen Frauen. Manuela Kropp von der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) betonte die Notwendigkeit aktueller Daten und verwies auf die neue, laufende Umfrage.
Diskutiert wurden Strategien – vom rechtlichen Schutz bei Notwehr über Selbstverteidigungskurse bis zur Verantwortung der Unternehmen. Klar ist: Ein einmaliger Kurs reicht nicht – das Gelernte muss regelmässig trainiert werden. Gefordert sind zudem strukturelle Verbesserungen wie Doppelbesetzungen, Bodycams, schliessbare Fahrerkabinen und Vorgesetzte, die alle Übergriffe ernst nehmen. Auch Sibylle Lustenberger, Gewerkschaftssekretärin der SEV-Frauenkommission, unterstrich den akuten Handlungsbedarf: «Der Schutz von weiblichem Personal im öffentlichen Verkehr muss endlich systematisch angegangen werden – das ist eine Frage der Gleichstellung und der Sicherheit.»
Abgerundet wurde das Treffen durch die Besichtigung von Luxtram – dem modernen Tramnetz Luxemburgs.
Eva Schmid