In Lausanne, wo es keinen Demonstrationszug gab, aber eine grosse Platzkundgebung stattfand, versammelten sich rund 20'000 Menschen. Die zahlreichen Gewerkschaftsstände, darunter jener des SEV (Foto), waren gut besucht. Auf der grossen Bühne: Wortmeldungen insbesondere von Arbeitnehmerinnen (Lehrerinnen der 1-2P), anarchistischer Chor, Booty-Therapie, militante Blaskapelle oder Flashmob gegen Gewalt und Frauenmorde.
Mehr denn je wurde die Notwendigkeit des kollektiven Widerstands deutlich: gegen die anhaltenden Ungleichheiten, gegen die konservativen Rückschläge, gegen die Bedrohung der erworbenen Rechte durch die Rechtsextremen.
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert rasche Fortschritte bei der Lohngleichheit, bessere Löhne in Branchen, in denen Frauen in der Mehrheit sind, und einen besseren Schutz vor Belästigung am Arbeitsplatz, von der laut SECO jede zweite Frau am Arbeitsplatz betroffen ist. Der SGB fordert eine Null-Toleranz-Politik in allen Unternehmen sowie klare Mechanismen zur Meldung und Bestrafung.
Yves Sancey